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ECHO Klassik 2016 für François Leleux und das MKO

François Leleux und das Münchener Kammerorchester werden mit einem Echo Klassik 2016 ausgezeichnet. Die gemeinsame Aufnahme der ›Prince Esterházy Concertos‹ bei Sony Classical mit Werken von Haydn und Hummel gewinnt den renommierten Preis in der Kategorie ›Konzerteinspielung des Jahres (Musik bis inkl. 18 Jh.)‹. Schon auf der 2012 beim gleichen Label erschienenen CD ›Charme der Oboe‹ mit Werken von Cimarosa, Bellini, Vivaldi u.a. wurde der französische Ausnahmesolist von den Musikern des Kammerorchesters rund um Konzertmeister Daniel Giglberger begleitet.

Seinen ersten ECHO erhielt das MKO 2012 für die Einspielung des Fauré-Requiems mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks, die in der Kategorie ›Chor/Ensemblemusik 18./19. Jahrhundert‹ prämiert wurde.

Die diesjährige ECHO-Preisverleihung findet am 9. Oktober im Konzerthaus Berlin statt und wird am gleichen Abend von 22.00 Uhr an vom ZDF übertragen.

In München werden François Leleux und das Münchener Kammerorchester am 27. September 2016 bei einem Konzert im Rahmen des Festivals ›Bartók for Europe‹ in der Allerheiligen Hofkirche zu erleben sein. Weitere Kooperationen sind bereits vereinbart.

NACHTMUSIK DER MODERNE 15|16

Komponistenporträt Andrzej Panufnik

Samstag, 25.6.16 | 22.00 Uhr | Pinakothek der Moderne, Rotunde

Einführungsgespräch mit Lady Camilla Panufnik und Alexander Liebreich

21.00 Uhr | Ernst von Siemens-Auditorium

Alexander Liebreichs letzte Nachtmusik in seiner Funktion als Künstlerischer Leiter des MKO stellt den Komponisten Andrzej Panufnik vor. Das Werk des Polen, der 1954 nach England auswanderte, weil er die künstlerischen Einschränkungen im Sozialismus nicht länger hinnehmen wollte, ist in Deutschland nach wie vor wenig bekannt. Panufniks kompositorischen Handschrift erscheint ebenso expressiv wie impulsiv. Dabei gehorchen seine Werke strengen Formplänen – häufig sind sie aus kleinen intervallischen Zellen heraus entwickelt.

In seiner Heimat bis dahin als führender Komponist seiner Generation hofiert, begann Panufnik im Exil noch einmal als völlig Unbekannter. Erst Ende der sechziger Jahre fanden seine Arbeiten auch international Beachtung. Das Violinkonzert von 1971 entstand als Auftragswerk für Yehudi Menuhin; Solist im Konzert in der Pinakothek der Moderne ist der junge russische Geiger Alexander Sitkovetsky, der gerade den Lincoln Center Emerging Artist Award gewann. Aus den frühen achtziger Jahren stammt »Arbor Cosmica«, eine Sammlung von zwölf kurzen Sätzen für zwölf Streicher. Eines der letzten Werke Panufniks ist das dritte Streichquartett – im Konzert interpretiert von Elissa Cassini (Violine), Rüdiger Lotter (Violine), Kelvin Hawthorne (Viola), Bridget MacRae (Violoncello). Der Untertitel des Streichquartetts, »Wycinaki«, spielt auf das traditionelle polnische Kunsthandwerk des Scherenschnitts an. Zu Beginn des Konzerts steht »Landscape« auf dem Programm.

In Zusammenarbeit mit dem Adam Mickiewicz Institut im Rahmen des Polska Music Programms.

SAISON 2016/17 – ›REFORMATION‹

REFORMATION

›Reformation‹ ist das Motto des Münchener Kammerorchesters für die Konzertsaison 2016/17. Der Bezug zum großen Reformationsjubiläum 2017 ist augenfällig und die Wirkungen und Ausprägungen des reformatorischen Gedankenguts auf die Musikgeschichte der letzten 500 Jahre werden in den Konzertprogrammen vielfältig reflektiert. Aber ›Reformation‹ ist für das MKO auch ein Thema, das die Haltung zum Musizieren an sich, die Entwicklung und Erweiterung des Repertoires und nicht zuletzt die Struktur des Orchesters selbst betrifft.

 

CLEMENS SCHULDT

Die ›Reformations‹-Saison ist die erste des neuen Chefdirigenten Clemens Schuldt beim MKO. Der gebürtige Bremer hat zunächst als Geiger in verschiedenen Orchestern, zuletzt in der Kammerphilharmonie Bremen, gespielt, bevor er sich ganz der Dirigentenlaufbahn zuwandte. Inzwischen gilt Schuldt international als einer der spannendsten jungen deutschen Dirigenten; die ersten beiden Dirigate beim MKO 2014 und 2015 waren für beide Seiten so erfreulich, dass das Orchester ihn im letzten Sommer einmütig zum Nachfolger von Alexander Liebreich gewählt hat.

 

Schuldt wird in seiner ersten Saison u.a. drei Abonnementkonzerte, zwei Komponistenporträts in der Pinakothek der Moderne und das Kinderkonzert leiten; insgesamt sind 15 Dirigate, in den nächsten Spielzeiten dann 18 Dirigate beim MKO vereinbart. Gleich im ersten Abonnementkonzert am 13. Oktober steht neben der vierten Orchestersuite von J.S. Bach und einer Uraufführung von Clara Iannotta die ›Eroica‹-Symphonie von Beethoven auf dem Programm – eine ideale Gelegenheit also, den neuen Chefdirigenten mit einer ›MKO-typischen‹ Repertoirebreite kennen zu lernen.

KÜNSTLERISCHES GREMIUM

Die wachsende Beteiligung von Orchestermusikern an programmatischen Entscheidungsprozessen als allgemein zu beobachtender Prozess ist beim MKO jetzt auch formal verankert: die Planung der ›Reformations‹-Saison lag erstmals in den Händen eines Künstlerischen Leitungsgremiums, dem neben dem Chefdirigenten und der Geschäftsführung (Florian Ganslmeier, Anselm Cybinski) auch zwei Orchestermusiker (Kelvin Hawthorne, Rüdiger Lotter) angehören, die jeweils auf die Dauer von zwei Jahren vom Orchester gewählt werden.

 

›ARTISTIC PARTNER‹ / ›IM FOKUS‹

Seit Jahren schon gehört es zum Profil des Orchesters, neben der Entdeckung neuer, junger Musiker und Komponisten vor allem auch nachhaltige künstlerische Partnerschaften zu entwickeln. Dies findet nun erstmals seinen konkreten Ausdruck: der Dirigent und Violinist John Storgårds leitet als ›Artistic Partner‹ das gerade im April begonnene, auf drei Jahre angelegte Projekt mit Haydns Londoner Sinfonien und den Solokonzerten von Györgi Ligeti und tritt daneben auch als Solist in der Nachtmusik mit Werken von Kaija Saariaho auf. Erneuert und intensiviert wird die Kooperation mit Jörg Widmann, der unter dem Titel ›Im Fokus‹ sowohl ein Abonnementkonzert im Prinzregententheater (u.a. mit Mendelssohns ›Reformations-Symphonie‹) als auch sein (nach 2003) zweites Komponistenporträt in der Pinakothek der Moderne leitet. Widmann ist darüber hinaus zu Gast beim neuen Kammermusikfest des MKO in der Villa Stuck; für die übernächste Saison arbeitet er an einer neuen Komposition für das Kammerorchester. Auch die Zusammenarbeit mit Alexander Liebreich wird in 2016/17 mit zwei Konzerten fortgeführt: er leitet ein Abonnementkonzert mit dem RIAS Kammerchor sowie das 11. Münchener Aids-Konzert, bei dem u.a. Sergey Khachatryan, Okka von der Damerau und Daniel Müller-Schott auftreten werden.

 

Weitere Informationen u.a. zu Konzerten des MKO und dem Musikvermittlungsprogramm siehe die Pressemitteilung Saison 16/17 Reformation zum Download

Das Puchheimer Jugendkammerorchester wurde schon so oft und mit so hochwertigen Auszeichnungen gewürdigt, dass man beinahe versucht ist, es als selbstverständlich anzusehen, dass dieses Streicherensemble aus 25 Jugendlichen von 11 bis 20 Jahren unter Leitung von Peter Michielsen am gestrigen Montag in Ulm den – alle vier Jahre stattfindenden – Deutschen Orchesterwettbewerb in der Kategorie Jugendkammerorchester gewonnen hat.


Um daran überhaupt teilnehmen zu können, musste sich das Orchester im November vergangenen Jahres zunächst einmal im Bayerischen Orchesterwettbewerb durchsetzen. Dort erreichten sie eine traumhaft hohe Punktzahl und zogen als einziger bayerischer Vertreter ihrer Kategorie in den deutschlandweiten Wettbewerb ein.

4500 Musiker nahmen am 9. Deutschen Orchesterwettbewerb teil. In der Kategorie ›Jugendkammerorchester‹ waren neun Bewerber aus neun verschiedenen Bundesländern angetreten und es ist ein fantastischer Erfolg für das PJKO, von einem derartigen Wettbewerb mit einem ersten Platz nach Hause zu fahren!


Die Jury würdigte den ›bestechend schönen Klang‹ des Orchesters und hob das vom Orchesterleiter Peter Michielsen zusammengestellte Programm mit Werken von Schubert, Tschaikowsky und Ginastera, als ausgesprochen anspruchsvoll hervor. Auch die fast sprichwörtliche jugendliche Frische und Leichtigkeit, das kommunikative, einander zugewandte Musizieren des Orchesters haben großen Eindruck hinterlassen.

(Lisa Buchner)

MKO beginnt Haydn/Ligeti-Projekt mit JOHN STORGÅRDS als ›ARTISTIC PARTNER‹

Mit dem kommenden Abonnementkonzert am 21. April 2016 beginnt das Münchener Kammerorchester eine auf drei Spielzeiten angelegte Reihe unter Leitung des finnischen Dirigenten John Storgårds. Die fünf Programme stellen insgesamt zehn der Londoner Sinfonien Joseph Haydns den Solokonzerten von György Ligeti gegenüber. Ergänzend werden zeitgenössische Werke zu hören sein, einige davon in Ur- oder Erstaufführungen.

Mit John Storgårds hatte das Orchester im Frühjahr 2013 erstmals sehr erfolgreich zusammengearbeitet. Bereits damals erstand die Idee, gemeinsam ein größeres Projekt über mehrere Spielzeiten zu realisieren. Die Auseinandersetzung mit den Londoner Sinfonien – Höhepunkt und Abschluss in Haydns sinfonischem Schaffen – stand seit langem auf der Wunschliste des MKO.

 

Das Repertoire des ersten Abends am 21. April 2016 im Münchener Prinzregententheater umfasst die Sinfonien Nr. 94 (Paukenschlag) und Nr. 100 (Militär) sowie das spektakuläre Hamburgische Konzert für Horn und Kammerorchester von Ligeti. Hinzu kommt It is pain flowing down slowly on a white wall für Akkordeon und Streicher, ein Stück des Dänen Bent Sørensen, dessen feinsinnige Theatralik aufs Schönste mit dem Humor Haydns und Ligetis korrespondiert. Solisten des Konzerts sind der Hornist Stefan Dohr und der norwegische Akkordeonist Frode Haltli.

Die beiden Programme im April respektive Juni 2017 werden Ligetis Violin-und Klavierkonzert vorstellen, zwei Gipfelwerke der zeitgenössischen Konzertliteratur, die enorme Ansprüche an die Ausführenden stellen. Die Solisten hierbei sind Renaud Capuçon und Kit Armstrong. Beide Abende werden wieder von Haydn-Sinfonien gerahmt; programmiert sind die Nummern 95, 96, 101 und 102. Des Weiteren vorgesehen sind Werke von Fabio Nieder und Christian Mason (Uraufführung).

 

Pressemitteilung zum Download

CLEMENS SCHULDT wird neuer Chefdirigent des MKO ab der Saison 2016/17

Clemens Schuldt wird neuer Chefdirigent des Münchener Kammerorchesters. Der 32-jährige gebürtige Bremer, der Alexander Liebreich nachfolgt, tritt sein Amt im Herbst 2016 an; sein Vertrag läuft vorerst bis 2019. Schuldt, selbst ausgebildeter Geiger, ist der fünfte Chefdirigent des 1950 gegründeten Ensembles von 28 festangestellten Streichern, die regelmäßig mit einem festen Bläserstamm zusammenarbeiten. 

 

›Am Ende eines langen und intensiven Findungsprozesses haben die Orchestermusiker Clemens Schuldt mit beeindruckender Mehrheit zu ihrem neuen Chefdirigenten gewählt‹, sagt Michael Weiss vom Orchestervorstand. ›In Werken von Mozart, Henze und Richard Strauss haben wir Schuldt als einen Künstler von höchster Kompetenz und mit einem brennenden Gestaltungswillen kennen gelernt, dessen genuin kammermusikalisches Partiturverständnis der Arbeitsweise des Orchesters unmittelbar entgegenkommt. Wir hatten dabei das Gefühl in Bereiche zu gelangen, in denen sich das gemeinsame Atmen von Dirigent, Musikern und Publikum ereignen kann.‹

 

›Es ist für mich eine große Ehre, eines der profiliertesten Kammerorchester als Chefdirigent leiten zu dürfen‹, kommentiert Clemens Schuldt seine Wahl. ›Mit Neugier habe ich stets die innovative Programmatik dieses Orchesters verfolgt und seinen energiegeladenen und stilistisch vielseitigen Musizierstil bewundert. Als Musiker, der selbst im Kammerorchester sozialisiert wurde, suche ich die Transparenz und Detailschärfe, die dieses Ensemble auszeichnen. Nach zwei gemeinsamen Konzerten spüre ich eine enge Verwandtschaft mit der Klangsprache des MKO und freue mich sehr auf sein aufgeschlossenes Publikum in München.‹

2010 Gewinner des Donatella Flick Dirigierwettbewerbs in London, hat Schuldt in Großbritannien mit Klangkörpern wie dem Philharmonia Orchestra, dem BBC National Orchestra of Wales und dem Scottish Chamber Orchestra gearbeitet. Ein Jahr lang war er Assistant Conductor des London Symphony Orchestra, was ihm die Arbeit mit Dirigenten wie Sir Colin Davis, Valery Gergiev und Sir Simon Rattle sowie die Leitung eigener Projekte mit dem Orchester ermöglichte. In Deutschland leitete er unter anderen das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, die Bamberger Symphoniker und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Regelmäßige Tourneen führen ihn nach Japan und Spanien. Neben seiner Tätigkeit als Konzertdirigent nimmt die Arbeit an Opernhäusern einen zunehmend wichtigen Platz in Clemens Schuldts Kalender ein; so leitete er Produktionen in Gelsenkirchen, Mainz, Osnabrück und Innsbruck. Schuldt studierte Violine an der Musikhochschule Düsseldorf und hat in Orchestern wie der Kammerphilharmonie Bremen und dem Kölner Gürzenich-Orchester gespielt. Sein Dirigierstudium absolvierte er bei Rüdiger Bohn in Düsseldorf, bei Mark Stringer in Wien sowie Nicolás Pasquet in Weimar. 

Beim Münchener Kammerorchester wird Clemens Schuldt in der ersten Saison drei, später vier der insgesamt acht Abonnementkonzerte im Prinzregententheater dirigieren und Abende in der Reihe der monographischen Porträtkonzerte in der Pinakothek der Moderne sowie Kinder- und Sonderkonzerte betreuen. Die Education-Arbeit des Orchesters ist ihm ein besonderes Anliegen. Ebenfalls geplant sind Gastspiele, Tourneen und gemeinsame Aufnahmen. In Fragen der künstlerischen Planung wird dem Chefdirigenten ein vierköpfiges künstlerisches Gremium zur Seite stehen, dem zwei vom Orchester ernannte Musiker sowie die Geschäftsführung des MKO angehören. 

 

Alexander Liebreich, der 2006 die Leitung des Orchesters übernommen hatte, wird den Musikern über 2016 hinaus verbunden bleiben. So wird er die Münchner AIDS-Konzerte 2017 und 2018 dirigieren; für beide Spielzeiten ist überdies eine Fortführung der Kooperation mit dem RIAS-Kammerchor unter Liebreichs Leitung geplant.

 

Das Münchener Kammerorchester gilt als eines der vielseitigsten und stilistisch flexibelsten Ensembles seiner Art, in dessen Programmen zeitgenössische Musik – darunter zahlreiche Uraufführungen und Wiederaufführungen eigens beauftragter Werke – dramaturgisch spannungsvoll mit dem Kernrepertoire für Streichorchester und schlankes Sinfonieorchester in Dialog treten. Neben seiner überaus erfolgreichen Konzerttätigkeit am Heimatstandort München gastiert das Ensemble regelmäßig auf den bedeutenden Bühnen Europas, Asiens und Amerikas und tritt bei renommierten Festivals auf. Seine Aufnahmen erscheinen bei ECM Records und Sony Classical.

 

Gefördert wird das Münchener Kammerorchester vom Freistaat Bayern, der Stadt München und dem Bezirk Oberbayern. Hauptsponsor des Orchesters ist ECT / European Computer Telecoms AG, wichtigster Projektsponsor ist die BMW Group.           

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