KOMPONISTENPORTRÄT ANDRZEJ PANUFNIK 

(1914-1991)

Samstag, 25. Juni 2016, 22 Uhr, Pinakothek der Moderne, Rotunde

Einführungsgespräch mit Lady Camilla Panufnik , 21 Uhr, Ernst von Siemens-Auditorium

Landscape (1962, rev. 65)

 

Streichquartett Nr.3 >Wycinanki< (1991)

 

Ausschnitte aus >Arbor Cosmica< (1983)

 

Konzert für Violine und Streichorchester (1971)

ALEXANDER SITKOVETSKY

Violine

ALEXANDER LIEBREICH

Dirigent

Das Werk Andrzej Panufniks (1914–1991) ist in Deutschland nach wie vor wenig bekannt. Die kompositorische Handschrift des Polen erscheint so emotional wie impulsiv, dabei gehorchen seine Werke strengen Formplänen; meist sind sie aus kleinen intervallischen Zellen heraus entwickelt. Panufnik war dreißig Jahre alt, als beim Warschauer Aufstand all seine Werke verloren gingen; nur drei von ihnen hat er nach Kriegsende rekonstruiert. 1954 floh er nach England, weil er die künstlerischen Einschränkungen im Sozialismus nicht länger hinnehmen wollte. In seiner Heimat bis dahin als führender Komponist seiner Generation hofiert, begann Panufnik im Exil noch einmal als völlig Unbekannter. Erst in den sechziger Jahren fanden seine Arbeiten international Beachtung. Prominente Musiker wie Stokowski, Solti, Menuhin oder Rostropowitsch bestellten Auftragswerke bei ihm. 1990 dann, nach der Wiedereinführung der Demokratie und ein Jahr vor seinem Tod, kehrte Panufnik noch einmal in seine polnische Heimat zurück: Beim Warschauer Herbst dirigierte er ein Konzert mit eigenen Werken.

Kartenpreise € 30,- / Stehplatz € 15,-
Jugendkarte (≤ 28 Jahre) € 15,-

In Zusammenarbeit mit dem Adam Mickiewicz Institut im Rahmen des Polska Music Programms

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